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Orta und die Insel Orta San Giulio: Der Geheimtipp am Ortasee im Piemont in Norditalien.

  • Autorenbild: dominik kobler
    dominik kobler
  • 12. Apr.
  • 3 Min. Lesezeit

Wer an die oberitalienischen Seen denkt, hat oft sofort den Comer See oder den Gardasee im Kopf. Doch versteckt im grünen Herzen des Piemont nahe dem Tessin in der Schweiz liegt ein Juwel, das seine ganz eigene, stille Magie versprüht: Orta San Giulio.

In diesem Artikel nehme ich dich mit in das wohl romantischste Dorf Italiens und auf die mystische „Insel der Stille“.


Orta im Piemont
Orta im Piemont

Ein Spaziergang durch die Jahrhunderte im Städtchen Orta


Das Städtchen Orta ist ein architektonisches Kunstwerk. Anders als viele andere Orte an den großen Seen ist der Kern von Orta autofrei, was dem Dorf eine fast unwirkliche Ruhe verleiht. Während du durch die engen Gassen schlenderst, fallen die prächtigen Fassaden der alten Häuser ins Auge. Viele stammen aus der Renaissance und dem Barock, erkennbar an den filigranen schmiedeeisernen Balkonen und den schweren Holztoren, die oft den Blick in prachtvolle, grüne Innenhöfe freigeben. Abseits der Piazza führt ein Labyrinth aus schmalen Kopfsteinpflastergassen durch den Ort. Bewundere die pastellfarbenen Fassaden, schmiedeeisernen Balkone und versteckten Hinterhöfe. Besonders im Frühling, wenn der Blauregen blüht, bietet Orta eine Fotokulisse wie aus einem Film.


Die Piazza Motta (Orta)

Orta am Ortasee
Orta am Ortasee

Der Hauptplatz ist die Piazza Motta. Hier ist immer etwas los, bis in die Nacht hinein. Viele Cafés und Restaurants tummeln sich hier auf der Sonnenterasse mit wunderbarem Blick auf den See und die Insel Orta San Giulio. Mein Restaurant Favorit war hier das "ai due Santi". Hier findest du ebenfalls die Anlegestelle der Boote, die dich zur Insel bringen. Es gibt hier kleine Privatboote die dich für 5 Euro auf die Insel hin und zurück bringen. Ebenfalls fährt ein grösseres Schiff dass den ganzen See umkreist aber nicht so regelmässig fährt. Wenn du nur einen Abstecher auf die Isola Orta San Giulio machen möchtest, lohnen sich aus meiner Sicht die kleinen Boote um flexibel zu reisen.


Die Isola San Giulio: Die Insel der Stille

Nur wenige Minuten mit dem Boot von der Piazza Motta entfernt liegt die Isola San Giulio. Schon beim Näherkommen wirkt die Insel mit ihrer imposanten Basilika wie eine Fata Morgana, die über dem Wasser schwebt.


Orta San Giulio bei Sonnenuntergang
Isola Orta San Giulio


Die Legende von San Giulio

Die Sage erzählt, dass die Insel einst von Schlangen und Drachen bewohnt war. Im 4. Jahrhundert kam der Heilige Julius (San Giulio) an den See. Da ihm kein Fischer half, breitete er seinen Mantel auf dem Wasser aus, nutzte ihn als Floss und vertrieb die Ungeheuer, um seine 100. Kirche zu bauen.


Der Weg der Stille (Via del Silenzio)

Heute beherbergt die Insel ein Benediktinerinnenkloster. Das Highlight für Besucher ist der Rundweg um die Insel. Er ist gesäumt von Schildern, die zu Achtsamkeit und Meditation aufrufen. In der einen Richtung liest man Weisheiten über die Stille, in der entgegengesetzten Richtung über das Wort. Es ist ein Ort, an dem die Hektik der modernen Welt augenblicklich verfliegt. Da die Insel relativ klein ist, ist der Weg in rund 10 bis 15 Minuten gut machbar, wenn man noch einen Besuch im Kloster macht genügt es oft 30 bis 60 Minuten Aufenthalt auf der Insel zu machen. Es gibt auf der Insel noch einen kleinen Kiosk sowie ein Restaurant welches aber Anfangs April noch geschlossen war.


Giardino del Municipio
Giardino del Municipio

Reisetipps für deinen Besuch am Ortasee in Norditalien im Piemont


  • Beste Reisezeit: Der Frühling (April/Mai) scheint aus meiner Sicht ideal zu sein, um die Blütenpracht und das milde Klima hier bereits zu geniessen.

  • Anreise: Es hat einen Bahnhof in der Nähe, von dort aus erreichst du Orta in ca.15 - 20 Minuten zu Fuss. Falls du mit dem Auto anreist befindet sich oberhalb des Dorfes ein grosser Parkplatz, von hier aus bist du in ca. 5 bis 10 Minuten unten im Städtchen.



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